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Eine Krise der Männlichkeit?


Das Männliche steht unter Druck. Es steckt in der Krise. In Zeiten des Gendertrouble sind seine Konturen verwischt. Es wird grundsätzlich in Frage gestellt. Jeder Attentäter, jeder durchgeknallte männliche Politiker wird zum angeblichen Beweis, dass mit diesem Geschlecht (das theoretisch ja eigentlich ein historisches Konstrukt sein soll), etwas nicht stimmt.


Die Männlichkeit multipliziert sich, wird zu Männlichkeiten und im diskursiven Vakuum rutscht sie in parallele Kulturen, wird zur machohaften Männlichkeit in millionenfach geklickten Rap-Songs, in denen Frauen Freiwild sind, das Recht des Stärkeren siegt und aus dem edlen Ritter der gewiefte Straßenbandit wird. Wahlkreuze erhalten besonders plakative Typen und mit der Neusortierung der Welt zieht eine neue Männlichkeit mit AMG-Daimlern in das Straßenbild ein viele Barber-Shops dürfen nur von Männern betreten werden. Das Männliche löst sich auf und wird zugleich holzschnittartiger. Es ordnet sich neu. Wie schade für jene Form der Männlichkeit, die doch so anders sein kann, so sensibel und werbend wie ein Minnesänger, so draufgängerisch und zuvorkommend wie ein britischer Gentleman, träumend als Romantiker, eisern-konsequent wie ein Widerständler gegen das Unrecht.


Die beiden jungen Autoren Daniel Plassnig und Pater Philipp Maria Karasch aus Wien versuchen in ihrem Buch diesen Mann zurückzuerobern. Mit 18 Verbündeten, historischen Persönlichkeiten, fangen sie die Konturen dieser guten Männlichkeit wieder ein. Sie haben ein konkretes Buch geschrieben. So kann ein Mann sein. So sollte er werden, der junge Bursche wie der sich prüfende, erwachsene Mann.


Der beste aller möglichen Männer ist für die beiden Autoren der Träumer, Kämpfer, Gentleman, der sich nicht negiert und klein macht, sondern wieder groß von sich denkt. Ein Mann, der mutig in der Welt wirkt und an Gott glaubt.


Drei Fragen an die Autoren:


Wie seid Ihr auf die Idee für das Buch gekommen?

Pater Philipp Karasch: Nach dem Besuch einer Buchhandlung im Rahmen einer Amerikareise war ich erstaunt, wie groß das Angebot für christliche Männer in den Vereinigten Staaten ist. Bei uns sucht man Männerbücher aus christlicher Perspektive, bis auf ein, zwei Übersetzungen aus dem Englischen, vergeblich. Deshalb entschlossen wir uns, ein eigenes Büchlein zu verfassen. Es sollte aufrichtig und dennoch modern sein.

Wie geschah die Auswahl der „Vorbilder“? Habt Ihr Euch schon länger mit diesen historischen Männern beschäftigt oder kamen sie erst bei den Recherchen ins Blickfeld? Daniel Plassnig: Mit einigen Verbündeten kamen wir zuvor schon durch Lektüre in Berührung, z.B. Tolkien, Thomas Morus und Ernst Jünger. Über Wilm Hosenfeld hat Pater Philipp sich im Rahmen seiner Diplomarbeit intensiv beschäftigt. Der heilige Philipp Neri ist nicht nur sein Namenspatron, sondern auch der Gründer des Oratoriums, in dem Pater Philipp Mitglied ist. Andere Verbündete kamen bei Recherchen ins Blickfeld. Sind „männliche“ Tugenden heute noch spezifisch männlich? Warum sollte eine Frau z. B. nicht "ritterlich" sein und mutig unbekannten Situationen begegnen? Was ist da Euer Meinung nach der Unterschied? Pater Philipp Karasch: Natürlich soll jeder Mensch in seinem Leben Tugenden einüben. Es gibt zahlreiche Beispiele von Frauen der Geschichte und der Gegenwart, die Männern an Mut und Tapferkeit weit überlegen waren und sind. Man denke nur an die hl. Mutter Teresa, an die hl. Johanna von Orleans oder die zahlreichen Mütter der Gegenwart, die große Opfer für ihre Familien bringen. 


Daniel Plassnig: Wir glauben aber, dass wir gegenwärtig eine große Krise der Männer erleben und ein spezifisches Buch für uns Männer vielleicht den einen oder anderen Mann Mut machen und helfen kann, die ihm von Gott zugedachte Rolle besser in seinem Leben umzusetzen. Wir glauben, dass dies vielen Männern Orientierung, Freude und mehr Erfüllung schenken würde.

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